Vielfältige Möglichkeiten der Ohrakupunktur

Lange bevor der Vater der modernen Ohrakupunktur, Dr. Nogier, seine bahnbrechenden Entdeckungen Mitte des 20. Jahrhunderts machte, gab es in Europa ohrakupunkturähnliche Behandlungen.

Die ersten Erwähnungen der Ohrakupunktur reichen weit in der Geschichte zurück. Frauen im alten Ägypten ließen sich das äußere Ohr stechen und kauterisieren, wenn sie keine weitere Schwangerschaft wünschten. Ebenso versuchte im 4. Jahrhundert v. Chr. Hippokrates, der Vater der griechischen Medizin, Impotenz durch Aderlass am Ohr zu heilen.

Im 8. Jahrhundert n. Chr., zur Zeit der Tang-Dynastie, waren auch in China 20 vordere und hintere Ohrakupunkturpunkte bekannt, die aber wieder in Vergessenheit gerieten.

Die heutigen Möglichkeiten der modernen Ohrakupunktur sind vielfältig und können eine Bereicherung vieler schulmedizinischer und komplementärmedizinischer Behandlungen darstellen. Sie sind das Ergebnis steter Entwicklung und Innovation,
die aus heutiger Sicht noch lange nicht abgeschlossen ist.

Am Ohr ist der ganze Körper abgebildet.

So ist es möglich über die Reizung der entsprechenden zugeordneten Punkte den gesamten Körper (wie z.B. Wirbelsäule, Darm, Urogenitalsystem) zu beeinflussen.

Diese Punkte (Durchmesser ca. 1mm) sind in ihrer elektrischen Ladung verändert und sind gegenüber der Umgebung deutlich schmerzempfindlicher. Die Reize werden an das Hirn weitergeleitet und entsprechend verarbeitet. Vor allem bei akuten Schmerzzuständen ist die Wirkung der Ohrakupunktur ausgezeichnet. Durch die direkte Verbindung über Nervenbahnen zum Hirn ist die Ohrakupunktur auch besonders gut zur Suchtbehandlung (Rauchen, Übergewicht) geeignet.

Es werden Dauernadeln gestochen und für 5 Tage (individuell) belassen. Oft kommt es schon unmittelbar nach dem Stechen der Nadel zu einer Verbesserung der Symptomatik.

Durch die Weiterentwicklung der Ohrakupunktur (sog. Auriculomedizin) durch Dr. Frank Bahr ist es auch möglich, Störherde und Störfelder im Körper zu finden (Störherdtestung). Mit der Ohrakupunktur kann man diese Störfelder (auch innere Störfelder wie Darmstörfelder, innere Narben) wirkungsvoll behandeln. Die Anwendungsgebiete entsprechen denjenigen der klassisch chinesischen Akupunktur.

Wann kann Akupunktur eingesetzt werden?

  • Schmerzen aller Art, besonders bei Kopfschmerzen, Migräne und Kreuzschmerzen
  • Erkältungskrankheiten und Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Bronchitis und Asthma bronchiale
  • Trigeminus-Neuralgie, Gesichtslähmung und Schwindel
  • Reizdarm, Verstopfung, Durchfall, Koliken, Gastritis
  • Allergien
  • Hormonstörungen, Regelbeschwerden
  • Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung
  • Schlafstörungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Geburtsvorbereitung
  • verschiedenen Kinderkrankheiten
  • vegetative Dystonie, Nervosität, Unruhe, „schwache Nerven“,
  • depressive Verstimmung
  • allgemeine Krankheitsanfälligkeit, Burn-Out-Syndrom

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